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im Alpleben angekommen

Aktualisiert: Juni 11

Man (oder Mensch) könnte noch hier, das, seb und jenes. So kommt es uns vor seit zwei Wochen. Mit vielen Ideen und Motivation starteten wir an Pfingsten in den Alpsommer 2021. Dieses Jahr bespielen hauptsächlich Yasmin und Daniel (das ist der mit dem Velokäppli) die Bühne der Alpe Soladino.


Das Pfingstwochenende brachte gleich auch schon das erste grosse Highlight der Saison mit sich. Wir haben zusammen mit vielen helfenden Händen und Köpfen unseren Geodome (halbkugliges Gewächshaus – oder sehr präzise formuliert, eine geodätische Kuppel) aufgestellt. Wow. In nur zwei Wochen Vorarbeit, (das Projekt hat natürlich nicht schon sehr lange in unseren Köpfen rumgegeistert ;-), haben Hansjakob und Nicolas das Unmögliche möglich gemacht und dutzende Holzelemente zurecht geschnitten, zu Dreiecken montiert und für den Transport auf die Alp fertig gemacht. Auf der Alp angekommen wurden aus den vorgefertigten Elementen Hexagone und Pentagone geschraubt, diese mit Folie bespannt und zu guter Letzt die Elemente zu einer Halbkugel montiert. Aber seht selbst.


Wir haben verschieden ProSpeciaRara Setzlinge eingekauft und den Dome damit bepflanzt. Bereits keucht und fleucht es im neuen Gewächshaus wie wild und wir sind gespannt, welche Früchte wir in Bälde ernten dürfen. So viel schon vor Weg. Jeden Samstag machen wir ein Foto – so quasi Zwischenstand.

Neben der Arbeit in den Gärten geht es gegenwärtig dem Adlerfarn an den Kragen. Viele Weiden auf der Alpe Soladino sind vom giftigen Farn bedrängt. Wir arbeiten immer wieder daran ihn zu bodigen, auszureissen, zu schneiden, zu übersähen... Man hat das Gefühl Teil einer unendlichen Geschichte zu sein und so freut es einem um so mehr, wenn die Ziegen danach wieder frisches, saftiges und grünes Gras fressen können. Nicht nur wir, auch unsere Gäste haben schon tatkräftig mit angepackt und fette Beute erlegt und hej sogar Goldi hilft mit 🐱😉!




Apropos Goldi, kurz nachdem wir vor zwei Wochen auf die Alp kamen, dachten sich die Hündinnen Maggie und Fini, eine kleine Spielsequenz mit Goldi sei genau das Richtige. Dabei haben sie ihn immer wieder davongejagt. Uns so zog er also von dannen. Immer wieder haben wir gerufen, in allen Häusern nachgeschaut, die Wanderer nach Ausschau gebeten, doch Goldi blieb satte 11 Tagen verschwunden. Yasmin hat dann verzweifelt mit einer Tierkomunikatorin Kontakt aufgenommen. Wer's glaubt oder nicht, am selben Abend kam der Herr wieder daher spaziert, muskulös wie nie zuvor. Er hatte sich wohl 11 Tage von «tierisch» guten Mäusen ernährt. Wir sind sehr glücklich, hat er den Weg zurück zur Alp gefunden.

Kaum ist der eine wieder da, suchten wir die nächsten zwei...

Diesen Sommer dürfen 13 Hühner, drei Küken und zwei Hähne auf der Alpe Soladino herumgackern. Da es ein paar mehr sind als letztes Jahr, haben wir ihnen im Frühling einen neuen Stall gebaut, so dass sie auch genug Platz haben. Diesen wollten wohl auch die beiden kleinen Esel Fiocco und Silas erkunden. Eines Abends waren sie nämlich einfach nicht mehr zu finden und auch ein Anruf beim Nachbar oberhalb der Alp hat keine erfreulichen Ergebnisse geliefert. Welch Überraschung, als Yasmin vor dem ins Bett gehen wie gewohnt die Hühner auf ihrem Stängeli zählen ging. Wer guckte da frech aus dem Stall, als sei nichts gewesen? Jaja – Gugus – Dada.


Die grossen Esel Pepita, Balou und Callin hatten sich nach der langen Reise von Buchs hierher zuerst eine Pause verdient. Nach Tagen der Rast haben sie sich gut eingelebt uns helfen schon beim Tragen von Zaunmaterial 😃.




Nach den beiden schwarzen Alpenschweinen (der Namenspoker ist noch in vollem Gange) isch «z’Molly» bei uns eingezogen. Fini versucht ihr Glück diesen Sommer bei den Rindern im Bündnerland. Als die Ziegen angekommen sind, hatte sie sich, wie schon letztes Jahr, nur noch verkrochen unter Yasmin's Bett und wollte nichts mehr vom schönen Alpleben mit Ziegen wissen. Schweren Herzens, aber mit guter Absicht darf sie nun bei Jürg in Trimmis zusammen mit Amy (ihrer Hundekollegin) die Rinder hüten. Und so hat Molly ihre Stelle übernommen. Wie es der Zufall so wollte, hat Myrtha Bleisch eine Bleibe für ihre Seniorin gesucht und Daniel hat sie letzten Sonntag in den Flumserbergen abgeholt. Noch ist nicht abzusehen, ob es ein feiner Wellnessurlaub oder doch eher ein Fitness-Camp für Molly werden wird.


Zu guter Letzt, spulen wir die Zeit gleich nochmals vor Pfingsten zurück, denn eigentlich hat ja die Alpsaison schon viiiiiiel früher begonnen – nämlich damals als eine Gruppe voll motivierter, wundervoller Menschen sich zum gemeinsamen «Zaunbau» versammelte. Alteingessesene Soladino-Freund*Innen haben sich mit Soladino-First-Timers zusammengeschlossen und läppische 600 Meter Zaun ratz-fatz aufgebaut. Die Geländeansprüche waren hart und garstig, aber die Stimmung so gut, dass es so wundervoll war, dass wohl alle gleich nochmals angepackt hätten. Zusammen wurde gewerkelt und zelebriert – eigentlich genau so, wie es doch immer sein sollte. Vielen Tausend Dank an Alle!!!


Und nun voraus – der Sommer ist angekommen. Morgen wird es knapp 30 Grad und der Farn wartet mit unserem Helferlein, dem «Zäcky-Boy» gebändigt zu werden.




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